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Kapselfibrose

Die Kapselfibrose ist immer ein wichtiges Thema in jedem Beratungsgespräch für eine Brustvergrößerung mit Implantaten. Hierbei ist zu wissen, dass jeder Fremdkörper, der in den menschlichen Körper hineingerät oder hineingebracht wird eine Abwehrreaktion zum Schutz des Körpers bewirkt. Hierbei entsteht eine dünne bindegewebsartige Schicht um diesen Fremdkörper. Das gilt für Brustimplantate genauso wie für einen Glassplitter in der Hand oder einer Schraube oder Platte nach einem Knochenbruch.

Jeder Fremdkörper bewirkt eine Gewebereaktion mit Bildung einer Bindegewebshülle!

Eine solch entstandene Bindegewebshülle oder Bindegewebskapsel kann dann aufgrund unterschiedlicher Reize oder Gegebenheiten sich weiter verdicken und so zu einer tastbar harten und manchmal auch schmerzhaften Kapsel führen. Hierbei spricht man dann von einer Kapselfibrose, die in 1 bis 5% aller Brustvergrößerungen mit Implantaten auftritt. In einigen Fällen ist auch eine Deformierung der Implantate und letztlich auch der Brustform möglich.

Grundsätzlich kann nach jeder Brustvergrößerung mit Implantaten eine solche Kapselfibrose in unterschiedlicher Ausprägung entstehen.

Es gibt jedoch einige Faktoren, die, wenn man sie beachtet, das Risiko einer Kapselfibrose deutlich sinken lassen können.

So ist es bekannt, dass Implantate mit glatter Oberfläche nicht gut im Umgebungsgewebe einheilen können und so durch die ständige Beweglichkeit eine Reizung der Kapsel hervorrufen mit entsprechender Gewebereaktion.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Platzieren der Implantate unter dem Brustmuskel. Hierdurch sind die Implantate durch den Muskel in ihrer Position fixiert, weniger beweglich und zusätzlich noch durch das Muskelgewebe geschützt. Das führt letztlich zu einer deutlich geringeren Reizung der Kapsel im Vergleich zu Implantaten, die direkt unterhalb der Brustdrüse liegen.
Und nicht zuletzt ist die sichere Implantation der Implantate mit möglichst wenig Schädigung des Umgebungsgewebes und ohne direkten Kontakt der Implantate mit der Haut ein wesentlicher Faktor. Hierzu werden die sogenannten Keller Funnel oder andere Hilfsmittel verwendet, damit die Implantate möglichst kontaktfrei implantiert werden können.

Die Verhärtung der Brust ist meistens das erste Zeichen.

Kommt es zu einer Kapselfibrose, dann ist nicht immer gleich eine Operation zur Korrektur erforderlich und hängt natürlich auch davon ab, wie ausgeprägt die Beschwerden sind. Sicher ist jedoch, dass wenn man erstmal einer Kapselfibrose hat, diese auch nicht mehr von alleine verschwinden wird. Die Korrektur der Kapselfibrose als Operation ist dann auf vielerlei Weise möglich und individuell sehr unterschiedlich.

In jedem Fall ist eine teilweise oder, wenn notwendig, auch komplette Entfernung der Kapsel erforderlich.

Möchte man das Brustvolumen nicht wesentlich verringern, kann man durchaus auch erneut Brustimplantate verwenden.  Diese sollten dann in jedem Fall unterhalb des Brustmuskels platziert werden, sollte dies bei der vorherigen Operation nicht geschehen sein.
Eine deutlich sicherere und eleganterer Korrektur ist die Entfernung der Implantate und ein Ersatz des Volumens durch Eigenfett, also einem Lipofilling der Brust. Hierbei kann zwar keine implantat-typische feste und runde Brust erzielt werden. Es entsteht aber in jedem Fall eine weiche und natürliche Brust OHNE die Risiken der Implantate und somit OHNE dem Risiko einer neuerlichen Kapselfibrose.

Eine sehr genaue Beratung und Planung ist folglich bei der Korrektur der Kapselfibrose zwingend erforderlich, da es nicht nur unterschiedliche Schweregrade der Kapselfibrose gibt, sondern auch eine große Vielzahl an unterschiedlichen Korrekturmöglichkeiten.

Einteilung der Schweregrade der ‚Kapselfibrose‘

Die Einteilung der Schweregrade erfolgt nach Baker entsprechend den Symptomen:

Grad 1: Hierbei handelt es sich um eine noch normale Kapselbildung um das Implantat herum und gibt keine negativen Auswirkungen.

Grad 2: Eine bereits tastbare, leichte Verhärtung, die die Brust fester und straffer erscheinen lässt. Bei bestimmten Bewegungen kann es zu einem Spannungsgefühl in der Brust kommen.

Grad 3: Die Verhärtung der Kapsel ist deutlich stärker und es bildet sich eine sichtbare Kapselbildung ab, die auch zu einer leichten Verformung der Brust führen kann. Es kommt häufiger zu Spannungsgefühlen und zu stärkeren Schmerzen.

Grad 4:  Es zeigt sich eine deutliche Deformierung des Implantats und der Brust mit gelegentlich auch Verschiebung oder sogar Ruptur (Platzen) des Implantats. Die Schmerzen sind an Häufigkeit und Intensität deutlich größer.

Ist das Risiko für eine Kapselfibrose höher nach Implantatwechsel?

Jede weitere Operation mit Brustimplantaten erhöht auch das Risiko, eine Kapselfibrose zu bekommen. Wie oben beschrieben können einige Faktoren wie das Platzieren unter dem Brustmuskel oder die Oberfläche der Implantate das grundsätzliche Risiko etwas mindern. Hat man jedoch bereits einmal eine Kapselfibrose gehabt, so ist in jedem Fall die Chance auf eine erneute Kapselfibrose erhöht. Dieses Risiko kann man letztlich nur umgehen, in dem man Eigenfett anstatt Implantate verwendet.

Kann die Kombination aus Implantat und Eigenfett das Kapselfibrose-Risiko senken?

Möchte man grundsätzlich das Risiko für die Entstehung der Kapselfibrose minimieren, so empfiehlt sich die Kombination aus Implantat und Eigenfett-Transplantation (‚Lipofilling‘). Bei dieser Kombinations-Operation nutzt man von beiden Techniken die Vorteile. Das hierbei etwas kleinere Implantat sichert die stabile Formgebung der Brust. Das Eigenfett sorgt für eine weitere Vergrößerung mit einer letztlich natürlicheren Weichheit der Brust und sorgt so zudem durch als Gewebeschutz für eine geringere Reizung der Implantatkapsel.

KURZINFO: Kapselfibrose

OP-Dauer: 1-2 Stunden (abhängig von der OP-Technik und dem Umfang)
Narkoseart: Vollnarkose
ambulant möglich: ja
Narbenbildung: ja, abhängig von der erforderlichen Schnittführung
Hämatome: gering
Nachbehandlung: Stütz-BH und gegebenenfalls Stuttgarter Gürtel für 6 Wochen, Schlafen nur auf dem Rücken für 6 Wochen, Fadenzug nach 14 Tagen, ggf Silikonpflaster
Sport möglich: abhängig von der verwendeten Technik frühestens nach 3 Wochen
Kosten: ab 5.890 Euro

Für die Vereinbarung eines ausführlichen Beratung und um mehr über die Möglichkeiten der Korrektur einer Kapselfibrose zu erfahren kontaktieren Sie mich HIERoder rufen Sie an unter (030) 80494343.

Aktueller Blog-Eintrag

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Ein volles Dekolleté: Bruststraffung ohne Implantat

Eine Bruststraffung ohne Implantat bietet viele Möglichkeiten, um Brust und Dekolleté zu straffen und so neues Volumen zu schaffen. Lesen Sie mehr dazu im Artikel zur Bruststraffung ohne Implantat.

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