Faltenunterspritzungen
Linien des Alters oder der Mimik können durch verschiedene Methoden geglättet werden. Die beliebten Faltenunterspritzungen unterscheiden sich zwischen den verwendeten Materialen. Meist handelt es sich um Filler, die die Falten auffüllen. Doch nicht immer sind solche notwendig. In manchen Fällen genügt es, die darunter liegenden Muskeln zu entspannen, sodass die Haut darüber nicht in Falten geworfen wird.
Faltenbehandlung mittels Muskelrelaxans
Neuromuskulär wirksame Medikamente wie BTX (Muskelrelaxans) eignen sich hervorragend, um mimische Falten (Stirnfalten, Zornesfalte, Krähenfüße) zu glätten. BTX ist gut verträglich und wird schon seit Jahrzehnten zur Behandlung von Migräne und von neuromuskulären Erkrankungen (auch bei Kindern) eingesetzt. In der ästhetischen Medizin dient es zur Faltenglättung im Gesicht oder auch der Behandlung von Zähneknirschen („Bruxismus“).
Das Muskelrelaxans BTX hemmt die Übertragung des Nervenimpulses auf den Gesichtsmuskel, wodurch der Muskel entspannt bleibt und die darüberliegenden Falten geglättet werden bzw. gar nicht erst entstehen oder schlimmer werden.
Die natürlichen Gesichtszüge der Patientin oder des Patienten bleiben erhalten, wenn die Behandlung von einem fachkundigen Arzt durchgeführt wird.
Sie sind sofort wieder gesellschaftsfähig und der gewünschte Effekt tritt nach einigen Tagen ein. Eine Kombination von BTX mit Hyaluronfillern ist möglich. Dabei füllt Hyaluron das Volumen auf, während das Muskelrelaxans gleichzeitig die Falten-verursachenden Muskeln schwächt.
Faltenunterspritzung mit Hyaluron
Faltenunterspritzungen mit Hyaluron, auch Hyaluronfiller genannt, sind eine sehr beliebte, hervorragend verträgliche und schonende Methode zur Faltenkorrektur.
Hyaluronsäure ist eine natürliche Substanz, die von Natur aus in der Haut vorkommt und Feuchtigkeit bindet. Die Herstellung von Hyaluron im Körper nimmt allerdings im Laufe des Lebens ab. Mittels Hyaluronunterspritzungen können Falten daher von innen aufgepolstert und das Volumen wieder hergestellt werden. Der Effekt ist sofort sichtbar und hält für mehrere Monate an.
Faltenunterspritzung mit Sculptra
Faltenunterspritzungen mit Sculptra ist eine andere Herangehensweise als mit Hyaluron. Bei Sculptra handelt es sich um eine Polymilchsäure, welche nicht nur direkt Volumen durch die Unterspritzung gibt, sondern darüber hinaus auch noch als Biostimulator die Kollagen-Produktion der Haut anregt. Hierdurch wird nicht nur mittelfristig neues Volumen geschaffen, sondern auch eine Straffung der Haut erzielt. Der Effekt der Sculptra-Behandlung kann so mehrere Jahre bestehen und im Gesicht, Hals, Dekollete, Po und auch bei Cellulite-Dellen an den Oberschenkeln eingesetzt werden.
Unterspritzung mit Eigenfett („Lipofilling“ im Gesicht)
Als Filler kommt hier körpereigenes Fett zum Einsatz. Fettgewebe wird aus Oberschenkel, Unterbauch oder Gesäß entnommen und wird dann in die jeweilige Problemzone rückinjiziert.
Besonders geeignet ist die Eigenfettbehandlung für tiefe Falten. Ein Vorteil der Methode ist, dass es sich um körpereigenes Material handelt und so keine Fremdstoffe in die Haut injiziert werden. Es besteht daher kein Risiko für Allergien oder sonstige Unverträglichkeitsreaktionen.
Ein Nachteil ist natürlich, dass das benötigte Eigenfett zunächst gewonnen werden muss, und so ein operative Fettabsaugung notwendig ist. Sie können dies aber natürlich zu Ihrem Vorteil nutzen und sich im Rahmen des Body Contouring einen weiteren Wunsch erfüllen.
Innovation in der Faltenbehandlung mit Polynukleotiden
Polynukleotide sind bioaktive Moleküle natürlichen Ursprungs, die als sogenannte Biostimulatoren in der ästhetischen Medizin eingesetzt werden. Sie aktivieren Hautzellen und stimulieren Fibroblasten, wodurch die Bildung von Kollagen und elastischen Fasern angeregt wird. Sie sind keine Filler, sondern wie gesagt Biostimulatoren, werden aber dennoch injiziert.
Mit Hilfe der Polynukleotid-Behandlung soll sich die Haut regenerieren, an Festigkeit und Elastizität gewinnen und feine Linien sowie Falten können reduziert werden.