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Gesicht

Die Chirurgie des Gesichtes ist der komplexeste und herausvordernste Bereich in der ästhetischen plastischen Chirurgie. Das Ziel ist es, eine natürlich aussehende Verbesserung und Verschönerung des Gesichtsbildes zu erreichen und dabei ein sicheres Operationsverfahren mit kurzmöglichsten Erholungsphasen nach dem Eingriff zu ermöglichen.

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Eigenfett-Behandlung („Lipofilling“ im Gesicht)

Die Entnahme und Aufarbeitung von Fett mit dem Ziel der Eigenfettbehandlung des Gesichtes ist ein wichtiger Bestandteil zur Verjüngung des Gesichtsbildes. So können nicht nur sämtlichen Falten und Volumendefizite direkt behandelt werden, sondern gleichzeitig auch eine Verjüngung der Haut durch die im Fett enthaltenen Faktoren erreicht werden.

Die Behandlung von Falten im Gesicht ist die mit Abstand häufigste Therapie, die in der ästhetischen Praxis oder auch bei Dermatologen durchgeführt wird. In den vergangenen Jahrzehnten wurden dafür zahrleiche Materialien, sogenannte Filler, entwickelt und verwendet. Hiervon haben einige zu gravierenden Schädigungen der Haut und Unterhaut durch Entzündungsreaktionen und Fremdkörperreaktionen geführt. Mittlerweile wird an synthetisch hergestellten Materialien zumindest in Deutschland zur Faltenbehandlung im Gesicht nur Hyaluronsäure verwendet. Hierbei gibt es jedoch nach wie vor zwei wesentliche Probleme. Zum Einen ist aufgrund nicht ausreichender Gesetze (Hyaluronsäure fällt nicht unter das Arzneimittelgesetz) die Qualität und Reinheit von Hyaluronsäuren nicht gesichert, wenn der behandelnde Arzt anstatt eines Markenproduktes (mit Zulassung in den USA) ein deutlich günstigeres ’no-name‘-Produkt verwendet. Zum Anderem ist die Haltbarkeit auch von qualitativ hochwertiger Hyaluronsäure zeitlich immer begrenzt, eine Wiederbehandlung spätestens nach einem Jahr erforderlich.
Die Eigenfett-Behandlung ist eine hervorragende Alternative für die Behandlungen von Falten im Gesicht. Die Idee, Fett an einer Körperstelle zu entnehmen, um eine andere Stelle am Körper in seiner Form durch das Einbrigen dieses gewonnen Fettzellmaterials zu korrigieren ist nicht neu.
Bereits im 19. Jahrhundert erfolgten in Deutschland operative Eingriffe zur Gesichtskorrektur mittels Eigenfett-Transfer. Was jedoch neu ist, ist die schonende Methode der Fettentnahme mittels wasserstrahl-assoziierter Technik, die feine Aufarbeitung des Fettes und Anpassung für die gewünschte Zielregion sowie die feinen Kanülen, die eine detailgenaue Behandlung in lokaler Betäubung ermöglichen.
Grundsätzlich ist es mittels dieser modernen Technik möglich, an jede Stelle des Gesichtes Eigenfett zu transplantieren, also auch in allen typischen Falten, die sonst mit Hyaluronsäure behandelt werden:

  • Glabellafalte (Zornesfalten)
  • Unterfütterung der Tränenrinne
  • Unterspritzung von Nasen-Lippen-Falten (Nasolabialfalten)
  • Unterspritzung eingefallener Wangen und Wangenfalten
  • Aufbau der Wangenknochenregion
  • Unterspritzung querer Kinnfalten
  • Lippenvergrößerung
  • Strukturierung der Gesichtskonturen (Kinn und Unterkiefer, Jochbein)

Die Vorteile der Faltenbehandlung mittels Eigenfett liegen auf der Hand. Es ist körpereigenes Gewebe, das keine Abstoßung oder Entzündung verursacht. Der Anteil des Eigenfettes, das einwächst (mindestens 70% des transplantierten Volumens) hält lebenslang. Und nicht zuletzt können auf diese Weise kleine Fettpölsterchen an den Entnahmestellen (Bauch oder Oberschenkel) reduziert werden. Darüber hinaus konnte nachgewiesen werden, dass die lokale Injektion von Eigenfett immer auch sogenannte Fett-Stammzellen enthält, welche wiederum durch Ausschüttung von Faktoren die Durchblutung und die Qualität der Haut verbessern und somit zur Verjüngung des Hautbildes beitragen.

Die Eigenfettbehandlung im Gesicht ist in lokaler Betäubung unkompliziert möglich. Wir empfehlen diese Behandlung als Zusatz zu anderen operativen Eingriffen wie beispielsweise Facelift, Stirnlift oder Lidkorrektur, um den bestmöglichen Effekt zu erhalten.

Kombination mit PRP-Therapie

Bei einer Eigenfett-Behandlung im Gesicht ist die zusätzliche Anwendung einer PRP-Therapie, bei der in diesem Fall das PRP mit dem zu infiltrierenden Eigenfett gemischt wird zu empfehlen. Die Anwendung von PRP in der Haut verringert die lokale Schwellung nach dem Eingriff, beschleunigt die Abheilung und führt durch die beinhalteten Faktoren vor allem zu einer Straffung der Haut und generell zur Hautverjüngung.

Was ist nach der Eigenfett-Behandlung zu beachten?

Nach einer Eigenfett-Behandlung im Gesicht kann es zu einer vorübergehenden Schwellung und der Ausbildung kleinster Hämatome (‚blaue Flecken‘) kommen. Um beides zu vermindern, ist eine Kopfhochlagerung (auf zwei Kissen) in den ersten 3 Tagen zu empfehlen. Eine Narbenbildung an den Injektionsstellen ist nahezu nicht vorhanden, zu entfernendes Nahtmaterial findet sich nur an der Fett-Entnahmestelle (in der Regel am Bauch oder Oberschenkel), nennenswerte Schmerzen gibt es nicht.

Gerne berate ich Sie auch zu dieser Therapiemöglichkeit und erstelle einen gezielten Plan mit Ihnen zusammen.

Kurzinfo Lipofilling im Gesicht (Eigenfett-Behandlung, Fettstammzellen)

OP-Dauer: circa 1 Stunde (abhängig vom gewünschten Umfang)
Narkoseart: lokale Betäubung, ggf. mit leichter Sedierung
ambulant möglich: Ja
Narbenbildung: gering
Hämatome: gering
Nachbehandlung: Kopfhochlagerung, Fadenzug nach 7 Tagen
Sport möglich: abhängig vom Umfang der OP, frühestens nach 1 Woche
Kosten: ab 1.400 Euro (je nach Umfang und Narkoseart)

Für die Vereinbarung eines ausführlichen Beratung und um mehr über die Möglichkeiten der ästhetischen Gesichtschirurgie zu erfahren kontaktieren Sie mich HIER oder rufen Sie an unter (030) 80494343.