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Dr. Sebastian Dunda Brust 01.03.2021

Kapselfibrose durch Brustimplantat: Es gibt Rettung!

Die Kapselfibrose ist auch heute noch eines der wichtigsten Risiken bei einer Brustvergrößerung mit Implantaten. Obwohl bereits erhebliche Fortschritte in diesem Bereich seitens Implantaten und Operationstechniken gemacht wurden, kann das Risiko der Kapselfibrose durch Brustimplantate nie ganz ausgeschlossen werden.

Erfahren Sie in diesem Blog Artikel mehr zu den Symptomen einer Kapselfibrose, welche Faktoren bei der Entstehung einer Kapselfibrose das Risiko erhöhen und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

Kapselfibrose: Symptome

Eine Kapselfibrose lässt sich nicht immer leicht erkennen. In vielen Fällen einer leichten Kapselfibrose leben die Frauen auch jahrelang ohne dass sie diese bemerken. Generell wird geschätzt, dass heutzutage Kapselfibrosen durch Brustimplantate bei zwei bis fünf Prozent der Brustvergrößerungen auftreten. Diese Zahl war noch vor einigen Jahren, insbesondere in den USA, wo lange Zeit nur Implantate mit glatten Oberflächen verwendet worden sind, deutlich größer.

Wenn eine Kapselfibrose keine Beschwerden verursacht, ist eine Behandlung nicht zwangsläufig erforderlich.

Doch welches sind klassische Symptome der Kapselfibrose?

Wenn eines oder mehrere der folgenden Aussagen bei Ihnen zutrifft, sind Anzeichen einer Kapselfibrose gegeben und ich rate Ihnen, sich von einem plastischen Chirurgen untersuchen zu lassen.

  • Die Brust fühlt sich im Bereich des Implantats etwas härter an. Sie erscheint fester und straffer.
  • Die Brust ist deutlich verhärtet.
  • Bestimmte Bewegungen verursachen ein Druck- oder Spannungsgefühl in der Brust.
  • Spannungsgefühle oder sogar Schmerzen in der Brust treten dauerhaft auf.
  • Es ist eine leichte Kapselbildung von Außen sichtbar.
  • An Stellen der Brust bilden sich Falten.
  • Das Implantat scheint sich verschoben zu haben.
  • Die Brüste erscheinen plötzlich asymmetrisch.
  • Die Brust ist deutlich verformt.

Kapselfibrose vorbeugen

Dieses Risiko einer Kapselfibrose durch Brustimplantate lässt sich durch viele Maßnahmen reduzieren, die im Zuge der Brustvergrößerung getroffen werden müssen.
Hierzu gehört unter anderem die Vermeidung von glatten Implantaten, die saubere Platzierung der Implantate möglichst unter den Brustmuskel sowie der sichere Zugang über die Unterbrustfalte.
Auch ein hohes Trauma des Gewebes durch die Brust OP, baktierelle Infektionen der Implantattasche oder Entzündungen, Infektionen oder Nachblutungen nach der OP können die Bildung einer Kapselfibrose begünstigen. Zudem spielt auch das Verhältnis zwischen Implantatgröße und eigenem Brustgewebe eine Rolle. Je größer das Implantat und je kleiner das eigene Brustgewebe zum Schutz des Implantats ist, desto höher wird das Risiko für die Entstehung einer Kapselfibrose.

Verringerung des Risikos einer Kapselfibrose durch Brustimplantate bei der OP

Der Plastische Chirurg kann während der Brustvergrößerungs-OP also einiges tun, um der Bildung einer Kapselfibrose vozubeugen. Neben der erwähnten Lage unter dem Brustmuskel sowie die Verwendung von Implantaten mit einer leicht strukturierten Oberfläche, ist etwa ein äußerst schonendes Vorgehen während der OP, um unnötige Blutungen und Gewebeschäden zu vermeiden, wichtig.

Eine recht neue Operationsmethode, die das Risiko einer Kapselfibrose durch Brustimplantate deutlich senkt, ist die sogenannte „No-Touch“-Methode mit dem Keller Funnel. Dabei handelt es sich um eine OP-Methode zum kontaktlosen Einsetzen der Brustimplantate. Diese werden durch eine Art Trichterbeutel in die vorbereitete Brustimplantattasche gedrückt, so dass sie mit dem umliegenden Gewebe und der Haut nicht in Berührung kommen und das Risiko der Kontaminierung der Implantate so minimiert wird.

Zudem stellte auch die Verwendung von Drainagen ein Risiko für den Eintritt von Bakterien in Richtung Implantat dar, sodass nach aktuellen Empfehlungen auch diese möglichst vermieden werden sollten. Dies setzt natürlich eine sehr sorgfältige und blutungsarme Präparation der Implantattasche während der Operation voraus.

Kapselfibrose nach Jahren

Kapselfibrose: Brustimplantate haben sich verkapselt, was nun?

Hat sich trotz allem durch den Einsatz von Brustimplantaten eine Kapselfibrose gebildet, so gibt es immer mehrere Möglichkeiten dies zu korrigieren.

Ein einfacher Wechsel der Implantate ist dabei in der Regel nicht ausreichend!

Ist es bereits zu einer deutllichen Verhärtung der Kapsel gekommen, dann sollte mindestens auch eine Teilentfernung der Kapsel erfolgen und auch beispielsweise ein Wechsel der Implantatposition nach submuskulär erwogen werden. Verbleibt hartes Kapselgewebe in der Brust, so ist die ‚faltenfreie‘ Einheilung des neuen Implantats im Umgebungsgewebe nicht möglich und das Risiko einer noch stärker auftretenden Kapselfibrose erhöht.

Möchte man das Risiko einer neuerlichen Kapselfibrose weiter reduzieren oder ganz umgehen, dann ist die sinnvollste Alternative die Entfernung der Implantate und ein Volumenersatz durch Eigenfett (Brustvergrößerung mit Eigenfett), gegebenenfalls in Kombination mit einer Bruststraffung. Da Eigenfett körpereigenes Material ist, ist eine Kapselfibrose bei dieser Art der Brustvergrößerung ausgeschlossen.

Unter Umständen ist auch ein Implantatwechsel hin zu kleineren Implantaten mit zusätzlichem Eigenfett-Transfer möglich. Hierdurch könnte man die positiven Eigenschaften von beiden Wegen kombinieren: die sichere Form der Implantate und den weichen Schutzmantel durch das Eigenfett!

Behandlung bei einer Kapselfibrose durch Brustimplantate in Berlin

Alle Anzeichen einer Kapselfibrose sind bei Ihnen gegeben und Sie möchten sich gerne untersuchen lassen und die Möglichkeiten einer Behandlung besprechen?

Entscheidend für den Erfolg bei der Korrektur einer bestehenden Kapselfibrose ist eine sehr genaue Untersuchung und ein gemeinsames Verständnis für die Möglichkeiten der Korrektur. Die einzelnen Schritte sind besonders bei dieser Operation individuell sehr unterschiedlich.

Sehr gerne beantworte ich Ihre Fragen und erarbeite mit Ihnen zusammen eine Behandlungsstrategie. Ich freue mich auf Sie in meiner Sprechstunde!

Haben Sie Fragen zu dem Thema? Schreiben Sie uns hier!

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